Pokalspiel erste Runde gegen Hoisten
Auf dem Papier ein klares Ding für uns, wir bemühen aber ruhig die fussballerischen Gassenhauer: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze!“
Es ging zunächst sehr gut los für uns. Wir kombinierten uns direkt gut „in die Box“, Foul, Elfmeter und das 1:0 in der ersten Spielminute. Ein guter Start. Und es ging so weiter. Wir waren spielerisch klar stärker, kombinierten uns immer wieder gut durch und konnten mehrfach im Sechszehner nur regelwidrig gestoppt werden. Elfer Nr 2 ebenfalls „drin“, Elfer Nr. 3 wurde dann vom Keeper der Hoistener gehalten. Es ging aber weiter nach vorne und so das folgerichtige 3:0 in Minute 32. Von Hoisten kam nicht viel, die Spielanlage von Hoisten mit ausschließlich langen Bällen das Mittelfeld überbrückend und vorne mit einer (guten), Spitze lauernd. Insgesamt haben wir in Halbzeit 1 nichts zugelassen und jeder ist von einer entspannten zweiten Halbzeit ausgegangen. Falsch gedacht: Direkt nach dem Halbzeit(beruhigungs)tee mit sehr einschläfernder Wirkung für uns Team ein langer Ball der Hoistener, Fehler in der Innenverteidigung und der Hoistener Stürmer schob den Ball locker an unserem Keeper vorbei ins Tor. Unsere Antwort kam prompt: 4:1 nur 2 Minuten später…also haben sich unsere Jungs gedacht: „weiter schlafen“. Hoisten machte das, was möglich war: Lange Bälle nach vorne…und wir machten Fehler: 4:2 in Minute 67, da zitterten die Knie schon ordentlich und das vielbeschworene Momentum war nun auf der Seite der Hoistener. Bums….4:3 und noch 11 Minuten zu spielen. Irgendwie haben wir es dann über die Zeit gerettet, schön geht aber anders und unnötig spannend wars auch. Aber man konnte viel lernen…wie man es nach tollen 30 Minuten dann nicht macht. Aber egal …. 2 Runden weiter, die nächste Runde beschert uns ein Freilos.

Die A2 nur 3 Tage später auch wieder gegen Hoisten im Ligabetrieb
Das erste Spiel in der Leistungsklasse und die Hoistener aufgrund des Pokalspieles „heiß wie Frittenfett“. Unsere Mannschaftsaufstellung war deutlich anders als im vorherigen Spiel, aber beide Teams hatten eine ähnliche Spielanlage wie im Pokal. Wir wollten den Ball haben und damit etwas machen, Hoisten weiter ausschließlich schnell und lang nach vorne. Wir sind in diesem Spiel nicht so zügig in den Sechszehner gekommen, haben aber dann in der ersten Halbzeit noch den Führungstreffer erzielt. In der zweiten Halbzeit wurde es dann deutlich: 2:0 in Minute 50 und 5 Minuten später dann das 3:0 durch einen Elfmeter. Im Unterschied zu dem Pokalspiel standen wir jederzeit sicher, machten keine Fehler und spielten das Spiel souverän runter. Wir legten einen weiteren Treffer nach und das Spiel endete mit 4:0. Ein guter Start in die Leistungsklasse.

Die A1 zum Sonderligaauftakt gegen die SVG Weissenberg
Da standen wir in Weissenberg und guckten sehr ungläubig auf einen total ramponierten Rasenplatz mit großen Löchern, vielen Hügeln und sehr wenig Kreide auf den Linien. Da der neue Kunstrasenplatz noch nicht fertig war, musste aber dort gespielt werden. Da war schon klarr, dass wird kein Leckerbissen heute, aber ok, die Bedingungen sind für beide Teams ja gleich. Der Schiedsrichter entschied sich dann – nachdem ein wenig die Linien nachgezogen wurden- das Spiel auch durchführen und so rumpelten wir los. Der Anfang war auch ordentlich und wir staubten nach einem guten Schuss und Parade des Weissenberger Keepers ab: In der dritten Minute das 1:0 für uns. Dann nahm das Elend seinen Lauf: Die zehnte Minute sorgte für eine deutlich Richtungsänderung in dem Spiel: Nach einem unnötigen Foul im Niemandsland des Spielfeldes durch unseren Stürmer zeigte der Schiri zunächst die gelbe Karte, um diese nach dem persönlichen Eindruck der Verletzung dann auf rot zu ändern. Wenn auch wohl regeltechnisch korrekt, dann zumindest eine sehr unglückliche Entscheidung. Aber hier muss man auch sagen: Total unnötiges Foul, selbst schuld. So ging es dann mit einem Mann weniger auf dem tiefen, unebenen Boden gegen dann abgezockte Weissenberger Jungs. Der Ausgleich hat allerdings lange auf sich warten lassen und es musste hierfür ein Standard herhalten. Nach einen Freistoß direkt vor der Halbzeit wurde ein Kopfball an unserem Schnapper vorbeigelegt. In Halbzeit zwei spielte Weissenberg es clever: Hinten „einigeln“, lange Bälle auf den Zielspieler, der den Ball geschickt abschirmte und verteilte. Wir mussten immer weiter aufmachen, boten so Räume an und verloren am Ende verdient mit 4:1. Wir freuen uns auf das Rückspiel!

Die A2 gegen Vorst 2
ie Vorzeichen für uns waren klar: Wir hatten das erste Spiel souverän gewonnen und eine starke Mannschaft mit nach Vorst gebracht. Wir wollten hier gewinnen und wir legten los wie die Feuerwehr: 1:0 nach 6 Minuten. Nach 2 verlorenen Laufduellen und individuellen Fehlern lagen wir dann aber schnell nach 23 Minuten plötzlich hinten und wir wussten nicht wirklich, woher das kam. Unser Spielaufbau war zwar nicht gut, aber gefährlich war Vorst auch nicht. Und ab Minuten 23 verfolgte Vorst eine ganz eigene Taktik: Durch zeitliche Verzögerungen und Auswechselungen im Minutentakt wurde jeder Spielfluss unterbrochen und wir kamen nicht so richtig ins rollen. Den Ausgleich zum 2:2 schafften wir aber kurz vor der Halbzeit. Die Halbzeit 2 ist schnell erzählt: Wir deutlich stärker, Vorst fand nicht mehr statt, wir mit 3 hochkarätigen Chancen, die der Keeper der Vorster grandios gehalten hat…Normalerweise führen wir zu dem Zeitpunkt 5:2…Und dann: In der letzten Minute schalten wir hinten zu früh ab und ein Eckball, der vermeintlich ins Toraus geht, findet noch seinen Weg in unser Tor. So verlieren wir ein Spiel, was wir nicht hätten verlieren durfen. Andererseits haben wir auch gesehen, dass noch sehr viel Arbeit vor uns liegt. Mund abputzen, beim nächsten Mal besser machen.

Die A1 gegen Fortuna Mönchengladbach
Zweites Spiel und schon unter Druck? Ja, das geht. Und wenn man in der Sonderliga eher nach oben als nach unten schauen möchte, so war schon jetzt „verlieren verboten“. Mit Fortuna Mönchengladbach kam eine Mannschaft, die am ersten Spieltag nur knapp gegen Bedburdyck verloren hatte, wir waren also gewarnt.
Dann gings rein ins Spiel. Wir scheinen uns insgesamt in A1 und A2 zu Frühstartern entwickelt zu haben: Schon nach 2 Minuten konnte unser Mittelfeldspieler einen langen, tiefen Ball erlaufen und frei vor dem Gästetorwart sich die Ecke aussuchen. Machte er souverän, 1:0 für uns. Aber das auch die Fortuna Offensivqualitäten hat, zeigten sie kurz danach, als der Flügelspieler zur Grundlinie durchkam, den Ball zurück in den Sechszehner legte und dort frei eingeschoben werden konnte. 1:1, Spiel also wieder offen. Allerdings zeigten wir sehr klar, wer hier die Heimmannschaft war. Wir waren aggressiv, lauffreudig und konnten einen Großteil unserer Zweikämpfe gewinnen. Gerade auf unserer rechten Seite konnten wir den Gegner schwindelig spielen und drangen immer wieder in den Strafraum ein. Hier wurde dann schön quer gelegt und bis zur 30ten Minute führten wir schon 3:1. Nach einem handelsüblichen Foul ließ sich dann der Gegner zu einer Tätlichkeit hinreißen und musste den Platz verlassen. Somit Führung und ein Mann mehr! Wir schossen noch das 4:1 vor der Halbzeit und waren eigentlich schon auf dem halben Weg in die Kabine…Leider noch ein kapitaler Fehlpass im Mittelfeld und Fortuna schoss das 4:2. Schwamm drüber…die Halbzeit 2 war äußerst souverän und hätte noch höher als das schlussendliche 7:2 für uns ausgehen können. Das hat Spaß gemacht, so kann es weitergehen!
