Da wir bereits in dieser Saison 24/25 starke A-Jugend-Mannschaften hatten und wir während der Saison zusätzlichen, unerwarteten und sehr spielstarken Zuwachs erhielten (wir berichteten über diesen glücklichen Umstand bereits), war das Ziel für die Saison 25/26 schnell formuliert: Es sollte mit zwei Mannschaften angetreten werden: Die A1 sollte Sonderliga spielen, die A2 als zumeist jüngerer Jahrgang die Leistungsklasse.
Hier musste nun vor den Ferien bereits für beide Mannschaften die Qualifikation geschafft werden. Für die Sonderliga kennen wir das Prozedere ja bereits aus den Vorjahren, aber die Leistungsklasse wurde nun erstmals bei der A-Jugend auch vor den Ferien – zeitgleich mit der Sonderliga-Quali- durchgeführt. Der Grund ist, dass es hier neuerdings eine gemeinsame Leistungsklasse (LK) mit dem Kreis Mönchengladbach-Viersen geben wird. Ziel ist eine Erhöhung der Spielqualität in der LK. Das hatte zur Folge, dass für den Kreis Neuss-Grevenbroich nur noch 6 Plätze zur Verfügung stehen und die Qualifikation ebenfalls anspruchsvoller wurde. Und das haben auch wir direkt gemerkt, es wurde ganz schön eng für uns.

Aber der Reihe nach: Für die Sonderliga gab es nur eine Qualifikationsgruppe. Insgesamt 6 Mannschaften wurden gemeldet, man musste mindestens unter die ersten drei Plätze kommen, um sicher die SL zu erreichen. Nievenheim zog noch vor dem ersten Spiel zurück, somit wurde es ein wenig leichter, aber wir mussten unsere Spiele auch erst einmal gewinnen.
Wir durften im ersten Spiel Zuhause gegen den vermeintlich stärksten Gegner antreten: Die SVG Weißenberg. Wer die Historie der beiden Vereine kennt, weiß, dass das immer „heiße“ Spiele sind, so auch hier. Hinzu kam, dass wir in unserer Mannschaft viele ehemalige Spieler und das Trainerteam aus Weißenberg haben, die ganz besonders motiviert waren.

In der ersten Halbzeit waren wir sofort präsent, aktiv gegen den Ball, sehr wach und klar spielbestimmend. Wir köpften früh in Minute 5 das 1:0, ließen hinten wenig zu und blieben sehr griffig. Auch das zweite Tor fiel noch vor der Halbzeit in der 31. Minute, ebenfalls durch einen Kopfball. Andere Chancen blieben ungenutzt, aber das Spiel entwickelte sich in die richtige Richtung. In Halbzeit 2 wurde das Spiel etwas offener und ausgeglichener, allerdings ohne Ertrag für beide Seiten. Am Ende blieb ein verdienter 2:0 Sieg auf der (nicht vorhandenen) Ergebnistafel stehen. Ein toller Beginn in die Qualifikation!
Danach ging es nach Reuschenberg zum TuS. Hier waren wir klarer Favorit und wurden dieser Rolle auch gerecht. Ein frühes 1:0 wurde zwar erwartet und fiel dann auch, für das Spiel war es allerdings nicht wirklich hilfreich. Wir waren klar feldüberlegen, aber zu unkonzentriert und machten nichts aus unseren Chancen. Mit dem Schlusspfiff der ersten Halbzeit schossen wir noch das 2:0. In der Halbzeit fand unser Trainerteam dann die richtigen Worte. Hinzu kamen die nachlassenden Kräften des Gegners. Die Folge war ein am Ende klares 7:0, was durchaus noch höher hätte ausfallen können.
Spiel Nummer 3 dann wieder im Jupp-Breuer-Stadion, die SG Kaarst kam als Gastmannschaft. Wer auf Fussball.de schaut, sieht den Status als Sonderwertung durch Spielinstanz, da die SG Kaarst nach unserem Spiel dann die Mannschaft zurückgezogen hat (was später nochmal sehr wichtig wird). Gespielt hatten wir dieses Spiel aber noch, unser Ergebnis lautet 7:3, ein insgesamt souveräner Auftritt, verbunden mit einigen wenigen Unkonzentriertheiten in der Defensivarbeit. Somit auch die ersten Gegentore für unseren Keeper, der „not amused“ war :-). Da war bereits klar: Wir sind qualifiziert!

Das letzte Spiel war somit nicht mehr entscheidend, aber als richtige Sportsmänner wollten wir nun auch die „saubere Weste“ und die verlustpunktfreie Qualifikation. Und das gelang! Wir siegten in einem von der ersten Minuten an absolut überlegenen Spiel mit 10:0 Toren. Starke Leistung, Jungs!
Ganz so einfach war’s für die A2 nicht. Hier gab es 2 Qualifikationsgruppen, wir in einer 5er Gruppe mit den Mannschaften aus Glehn, Hoisten, Gustorf-Gindorf und Vorst 2.
Den Beginn macht das Spiel gegen Germania Hoisten. Wir waren sehr dominant, sind aber nicht wirklich in gute Abschlusssituationen gekommen. Vorne sind wir „in Schönheit gestorben“ und hinten haben wir bei den langen Bällen der Hoistener auch immer mal einen Wackler gehabt. Einen davon nutzten die Hoistener dann zu einem Konter, und schon waren wir in Rückstand (Minute 44). Der Grundaufbau in dem Spiel blieb aber auch in Halbzeit 2 der Gleiche: Wir klar stärker, aber nicht zwingend genug und hinten durchaus anfällig. Wir brauchten dann einen zumindest diskussionswürdigen Elfmeter für den Ausgleich Mitte der zweiten Halbzeit. Wer jetzt denkt, dass alles gut wurde…in Minute 85 das 2:1 für die Hoistener durch einen Sonntagsschuss. Tolles Ding, den macht man aber auch nicht jeden Tag, aber das Tor passte irgendwie zu unserem Spiel.
Somit waren wir in Spiel 2 gegen Gustorf-Gindorf bereits mächtig unter Druck.

Auch hier ein ähnlicher Spielablauf. Wir wieder stark in der Offensive bis zum Sechzehnmeterraum, danach wurde es meistens planlos. In Minute 25 dann der erlösende 1:0 Treffer, kurz vor der Halbzeitpause noch das 2:0. Das hörte sich besser an, als es tatsächlich war. Hinten blieben wir anfällig und fahrlässig. Prompt fiel kurz nach Wiederanpfiff der Anschlusstreffer für Gustorf-Gindorf. Da allen Spielern klar war, wie wichtig dieses Spiel ist, spornte es leider nicht an, sondern lähmte eher. Einen langen Ball der Gustorfer konnte unser aufgerückter Keeper nur noch außerhalb des Sechzehners mit der Schulter/dem Oberarm abwehren. Die Folge war die rote Karte für unseren Keeper und da uns ein Ersatzkeeper fehlte, durfte ein Feldspieler eingewechselt werden. Der anschließende Freistoß war dann leider auch drin, also Ausgleich, wir nur noch mit 10 Spielern und ohne etatmäßigen Keeper. NICHT GUT! Aber auch wenn jeder Schuß auf unser Tor für Atemaussetzer auf der Bank und beim Publikum sorgte, die Mannschaft kämpfte sich rein und war ebenbürtig. Und manchmal wird Engagement und Einsatz belohnt: Nach einer Ecke fiel der Ball unserem Stürmer vor die Füße, der diesen nur noch reinschieben musste und das glücklicherweise auch tat.

Jetzt hieß es noch knapp 15 Minuten durchhalten, dann der erlösende Schlusspfiff. Gott sei Dank gewonnen.
Somit hatte die A2 wieder alles in eigener Hand. Es musste nur gegen Glehn – diese waren bisher ungeschlagen – gewonnen werden, da wir in der Gruppe zwingend Zweiter werden mussten, um uns für die LK zu qualifizieren. Hier sind wir allerdings auf einen Gegner getroffen, der aufgrund der bisherigen Ergebnisse sehr selbstbewusst in das Spiel gegangen ist. Die Spielanlage war auch eher auf schnelle Konter ausgelegt, dazu eine gute defensive Struktur und einige gute Einzelspieler. Wir verloren das Spiel verdient mit 1:4 und so war Platz 1 oder 2 in unserer Gruppe nicht mehr möglich.

Also keine Qualifikation. Eigentlich.
Wenn überhaupt noch etwas gehen soll, dann brauchen wir die Hilfe des Fussballgottes und auf jeden Fall einen Sieg gegen Vorst 2. Also nahmen wir uns vor, erst einmal das zu erledigen, was wir beeinflussen können: Vorst 2 schlagen! Und es lief ab Minute 1: Endlich waren auch die Wege in den Sechzehner nicht mehr vernagelt, die Laufwege stimmten, die Abschlüsse kamen. Wir spielten Vorst 2 komplett auseinander und führten zur Halbzeit mit 5:1. Man hörte immer wieder „Warum nicht in den Spielen vorher“. Aber, so ist Fußball: Kein Druck mehr da, schon läuft’s. Und es lief weiter: Am Ende ein hochverdienter 12:2 Sieg für die A2, die somit auf dem vermeintlich undankbaren 3. Platz in der Gruppe landete. Da aber SG Kaarst seine Mannschaft zurückgezogen hat und dies nicht nur die Sonderliga betraf, sondern auch den sicheren Leistungsklassenplatz der Kaarster, war plötzlich ein zusätzlicher Platz frei, der dann an den Dritten unserer Gruppe gegeben wurde. Die A2 also doch noch qualifiziert!
Ende gut, alles gut. Wir freuen uns jetzt auf die Saison 25/26 mit den Jungs der A1 in der Sonderliga und der A2 in der Leistungsklasse und sind uns sicher, dass wir einen Kader zusammen haben, der in den jeweiligen Ligen bestehen kann.
