30.09.07 – 1. Mannschaft

2:1 (0:0) Pflichtsieg gegen Moers nach mäßiger Vorstellung


Bericht: Oliver Seibert |

In einer schwachen Verbandsligapartie konnte sich der SC gegen den Tabellenletzten GSV Moers mit 2:1 durchsetzen. Kapellen durch die Patzer von Solingen und Wülfrath nun mit 15 Punkten auf Platz drei in der Verbandsliga.

In der ersten Halbzeit waren die beiden Torhüter Jesko Rehers und Sven Schützek nahezu beschäftigungslos. Der SC zwar nominell mit drei Stürmern angetreten, aber in der Offensive wirkungslos. Hinzu kam eine Defensivarbeit, die es den biederen Moersen immer wieder gestattete in der Kapellener Hälfte für Verwirrung zu sorgen. Zum Glück verfügten die Gäste nicht über das spielerische Potential uns ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Aus der ersten Halbzeit ist dann auch nur eine Situation erwähnenswert. Valentin Rittmann setzte endlich einmal entschlossen nach und erobert in Höhe des gegnerischen Strafraums den Ball, den folgenden Querpass schiebt Andi Pierlings aus 10 m derart schwach am chancenlosen Schützek vorbei Richtung Torlinie, dass Frank Berndt auf der Torlinie klären kann. Das war es auch schon aus einer niveaulosen ersten Halbzeit.

In der Pause schien Sven Schuchardt zumindest ansatzweise die richtigen Worte gefunden zu haben. Kapellen nun wesentlich lauffreudiger und Moers zeigte Wirkung. Trotz guter Flanken von den Außenbahnen sprang jedoch wenig zählbares dabei heraus. Tief durchamten im SC Lager in der 62. Minute. Yildiray Yldirim stürmte allein auf das Tor von Jesko Rehers zu, und kam im Strafraum zu Fall. Stürmische Proteste der Gäste, der gut postierte Schiri Stephan Nobis hatte jedoch keine Regelwidrigkeit gesehen und ließ weiterspielen.

Eine Szene mit Signalwirkung. Kapellen nun wesentlich energischer und insbesondere Gordon Weniger und der eingewechselte Martin Osei brachten nun etwas Leben ins SC Spiel. In der 67. Minute lag die Führung in der Luft, aber Sven Raddatz verfehlte per Kopf nur knapp. In der 70. Minute nimmt Sven Raddatz dem einschussbereiten Frederic Leufgen das Leder quasi vom Fuß, sein anschließender Roller aus spitzem Winkel stellt Schützek im Moerser Kasten vor keine Probleme.

Eigentlich ein typisches 0:0 Spiel, wenn da nicht Martin Osei in der 77. Minute das Herz in beide Hände genommen hätte. Mit einem unwiderstehlichen Antritt ließ er die gesamte Moerser Defensive schlecht aussehen, und war im Strafraum nur noch durch eine "Ringereinlage" zu stoppen. Elfmeter für Kapellen und Dalibor Cvetkovic vollstreckte eiskalt gegen seinen Exverein zur 1:0 Führung.

Moers gab nun zwangsläufig die defensive Grundhaltung auf, und der SC nutzte seine Konterchancen. In der 82. Minute die Vorentscheidung. Raddatz Steilpass auf den durchgestarteten Gordon Weniger und der krönte seine gute Leistung aus ca. 16 m zur 2:0 Führung. Moers konnte in der 89. Minute zwar noch auf 2:1 verkürzen, aber dass war es dann auch in einem sehr mäßigen Verbandsligaspiel.

Fazit: Schwaches Spiel, angesichts der Gesamtumstände ein glücklicher Sieg. Gordon Weniger und Martin Osei waren die Lichtblicke in einer schwachen Kapellener Mannschaft.

Der SC Kapellen spielte in folgender Besetzung:

Rehers – Meier, Dresen, Rittmann, Cvetkovic – Hebold, Leufgen (85. Schmidt), Weniger, Pierlings (72. Osei) – Ungefug (75. N. Rittmann), Raddatz

Gelbe Karten: Keine

Zuschauer: 320

Stimmen zum Spiel:

Horst Riege (Trainer GSV Moers):

Ein Punkt wäre heute verdient gewesen. Das Tor zum 1:0 entsteht aus einer Situation, als wir einmal unaufmerksam gewesen sind. Ich musste kurz vorher dreimal wechseln, und da waren wir etwas ungeordnet. Anderseits war kurz vorher ein Szene im Kapellener Strafraum, die ebenfalls nach Elfmeter roch, aber da pfeift er nicht.

Sven Schuchardt (Trainer SC Kapellen):

Insgesamt geht der Sieg in Ordnung. Vor der Pause haben wir allerdings überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Zu wenig Laufbereitschaft und keine Aggressivität in den Zweikämpfen, so kann man auch gegen den Tabellenletzten nicht bestehen. Aufgrund der zweiten Halbzeit geht das Ergebnis aber in Ordnung.

Stephan Nobis (Schiedsrichter, auf die Frage zur Situation in der 62. Minute):

Der Torhüter hat den Spieler nicht getroffen, der ist weg gerutscht. Von daher kein Elfmeter und auch keine Karte wegen Schwalbe. (Anmerkung der Redaktion: Aus der Ferne sah es "fragwürdig" aus, der Schiri stand bei dieser Aktion ca. 10 m entfernt vom Tatort).

Foto: Torschütze Dalibor Cvetkovic