24.11.17 – 1. Mannschaft

2:0-Auswärtssieg im Stadion am Hohen Busch


Bericht: Harun Ogan |

An einem kalten Wintersonntag traf unsere erste Mannschaft auf den 1. FC Viersen. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaft gab es in der Niederrheinligasaison 2011/2012. Das damalige Spiel auf dem heimischen Kunstrasen im Erftstadion endete 1:1. Nach der Saison stieg der 1. FC Viersen aus der Niederrheinliga ab, gleichzeitig schafften die schwarz-gelben Kapellener den Aufstieg in die neugegründete Oberliga.

5 Jahre danach gab es diese Partie erneut mit ähnlichen Vorzeichen. Der 1. FC Viersen steckt im Abstiegskampf, während der SCK in der oberen Tabellenhälfte rangiert. Lieber wäre es trotzdem allen Beteiligten, wenn es dieses Match zweier Traditionsvereine weiterhin in der Oberliga und nicht in Landesliga geben würde.

Etwas mulmig war es einem zu Mute, wenn man den kleinen Kunstrasen in Viersen sah. Auf ähnlich engen Platz verlor man vor wenigen Wochen in Amern in letzter Sekunde noch drei Punkte. Die mitgereisten Fans und Freunde des Vereins hofften, dass das Spiel einen anderen Verlauf nehmen würde. An dieser Stelle sei vorweggenommen, dass es sich die Hoffnungen erfüllten.

Unsere erste Mannschaft schnappte sich sofort das runde Spielgerät, war gewillt die Favoritenrolle anzunehmen und der Partie den Kapellener Stempel aufzudrücken. Dies gelang auch sehr ordentlich. Dennoch musste Christopher Möllering zweimal in höchster Not klären nach dem die tiefstehenden Viersener gekontert hatten.

Eine einstudierte Eckenvariante brachte dann das 1:0 aus unserer Sicht. Zunächst verfehlte Mark Schiffer das Spielgerät knapp, aber bekam den Ball postwendend von Kapitän Dygacz zurück und versenkte den Ball unhaltbar im langen Eck. Weitere Chancen entwickelten sich nach Ecken oder emsigen Flankenläufen von Yücel oder Afkir, die in die Startaufstellung gerutscht sind und durchaus auf sich aufmerksam machen konnten. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die warme Kabine zur Pause.

Die zweite Halbzeit begann direkt mit dem viel umschriebenen Auftakt nach Maß. Eine Minute nach Wiederanpfiff köpfte Sven Raddatz den Ball nach mustergültiger Czempik-Flanke unhaltbar oben links in den Winkel. Von nun an ließen wir Ball und Gegner laufen und hätten noch so einige Konterchancen nutzen können. Der eben genannte und sehr quirlig agierende Afkir fiel hierbei mehr durch seinen unermüdlichen Fleiß auf als durch seine Vollstreckerfähigkeiten. Einmal traf er mit seinem Schuss Viersens Schlussmann Bergner genau auf Brusthöhe und bei einer 4-1 Kontersituation gelang es uns nur den einzigen Verteidiger anzuspielen und nicht die vier toll mitgelaufenen Kapellener. Mit etwas mehr Konzentration wäre hier ein höherer Auswärtssieg möglich, wenn nicht sogar Pflicht gewesen. Aber alles abgehakt und Schnee von gestern.

Es ist doch wichtig die positiven Dinge zu sehen. Die Mannschaft rehabilitierte sich für die schwache ersten Halbzeit gegen Odenkirchen und ließ sich erneut nicht von einer vorangegangenen Niederlage negativ beeinflussen, sondern fand den Weg in die Spur direkt wieder. Die Null stand bei zwei geschossenen Toren und das Wichtigste für das Kapellener Fanherz: man trat mit flachen Kurzpassspiel und großem Willen als Mannschaft auf.

Bericht: SC Reporter